Das Automobil bildet derzeit das Rückgrat des Verkehrssystems. Dabei ist das Automobil gleichermaßen Systemtreiber und -abhängiger. Für die zukünftige Gestaltung des Geschäftsfeldes (Auto)Mobilität sind daher für Volkswagen Kenntnisse über Entwicklungen im Mobilitäts- und Verkehrssystem unverzichtbar: Leben wir zukünftig auf dem Land oder in der Stadt? Welches Verkehrsaufkommen erwarten wir für die Zukunft? Werden unsere Straßen (noch) schlechter?
Um diese Fragen besser beantworten zu können, hat die Volkswagen Mobilitätsforschung die Verkehrsentwicklung in Deutschland bis zum Jahre 2020 prognostiziert sowie Lösungsansätze erarbeitet. Die Experten sind sich einig, dass der Personenverkehr und der Güterverkehr weiter steigen werden, wobei Autobahnen besonders betroffen sind. Dieser Zuwachs fällt regional allerdings sehr unterschiedlich aus und betrifft besonders die prosperierenden Wachstumsregionen. Der Anteil des Pkw- und Lkw-Verkehrs am Gesamtverkehr („modal split“) bleibt dabei etwa konstant. Wird das Wachstum der geplanten Infrastrukturentwicklung gegenübergestellt, dann zeigt sich, dass die Straßeninfrastruktur in vielen Gebieten der Nachfrage nicht gerecht wird. In der Folge wird der Verkehr dichter und komplexer. Baustellen oder Unfälle sorgen zudem für Verkehrsstörungen, die wiederum die Stau- und Unfallgefahr erhöhen.
Diese Modellrechnung zeigt Handlungsbedarf auf sowohl für die Gesellschaft als auch für Volkswagen. An erster Stelle stehen nötige Investitionen in die Infrastruktur. Darüber hinaus sind Ansätze des Verkehrsmanagements ein wichtiger Baustein für den Verkehr von morgen. Hierzu gehören beispielsweise die flächendeckende Diagnose und schnelle Verbreitung von Verkehrslageinformationen, die Ableitung von Fahrempfehlungen sowie ein optimiertes Baustellenmanagement. Denn Baustellen sind Staustellen und jeder verhinderte Stau senkt die Umweltbelastungen und die Unfallgefahr.
Auf dieser Basis können intelligente Fahrzeuge ihr Potenzial entfalten. Im Rahmen der Mobilitätsforschung zu Verkehrsleistungsassistenz VLA hat Volkswagen ermittelt, dass ein erweiterter Erfassungshorizont des Fahrers auf Basis der technischen Wahrnehmung von Assistenzsystemen ein Fahrverhalten motiviert, so dass sich Störungen nicht aufschaukeln. Oft lassen sich so kleinere Störungen bereits im Ansatz vermeiden. Kürzere Reisezeiten, weniger Verbrauch sowie sicheres und stressfreieres Fahren sind die positiven Folgen. Insgesamt ist das Zusammenspiel von intelligenter Straße, innovativem Verkehrsmanagement und hoch entwickelter Fahrzeugtechnik auf einer intakten Infrastruktur der Schlüssel zu mehr Effizienz im Straßenverkehr von morgen.