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Mobilität und Nachhaltigkeit.

Mobilität und Nachhaltigkeit.

Wolfsburg (Deutschland).

Wolfsburg (Deutschland).

Im Werk Wolfsburg wird neben den Modellen Golf, Golf Plus, Touran und seit kurzem auch der Tiguan gebaut. Rund um den Hauptsitz der Volkswagen AG arbeiten auf 13 Quadratkilometern knapp 47.800 Menschen. 1998 wurde das Umweltmanagementsystem des Werks erstmals nach EG-Öko-Audit validiert.

Renaturierung der Allerniederung
Die Renaturierung der Allerniederung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg, das sich die Wiederherstellung der Fließgewässerdynamik eines Flachlandflusses zum Ziel gesetzt hat. Direkt vor den Toren des Volkswagenwerkes entstehen auf einer Fläche von über 1.000.000 m² Auen-Biotope und Lebensräume für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Im Zusammenspiel mit anderen Naturschutzmaßnahmen, die an der Aller im Wolfsburger Raum geplant sind, wird so zwischen den großen Naturschutzgebieten Drömling und Barnbruch ein Korridor mit hohem ökologischen Wert und Wanderwegen für Fischotter und Biber entstehen.
Die Volkswagen AG und die Stadt Wolfsburg sind im Rahmen verschiedener Bauvorhaben verpflichtet, Ersatzmaßnahmen für beeinträchtigte oder verloren gegangene Feuchtbiotope zu leisten. Diese werden nicht in kleinen Einzelmaßnahmen, sondern gebündelt in der Allerniederung zwischen Kästorf und Warmenau umgesetzt. Hierdurch können Volkswagen und die Stadt Wolfsburg Kosten sparen und großflächig Naturschutz betreiben.
Für die Umgestaltung zu einem sich schlängelnden Flusslauf werden terrassenförmig Boden und darüber Röhrichtwurzeln in die Aller eingebracht. Außerdem werden zusätzliche Fließgerinne, Altgewässer und andere auentypische Stillgewässer geschaffen, sowie bestehende Gräben naturnah geformt. Durch Samenanflug auf vorher gepflügte Flächen werden sich von selbst Nasswälder bilden. In höher gelegenen Bereichen werden sich Eichenwälder durch Ansaat, sowie Gebüsche durch das Einbringen von Weidenstecklingen entwickeln – äußerst kostengünstige Varianten gegenüber aufwendigen Anpflanzungen.
Neben der Natur wird auch der Mensch Nutzen von dem Projekt haben. Dieser spiegelt sich auch darin wider, dass das Gebiet einer breiten Öffentlichkeit vom Naturschützer, Angler und Jäger bis hin zum Erholungssuchenden zugänglich bleibt. Gleichzeitig werden aber auch störungsfreie Bereiche für empfindsame Arten geschaffen.
Wie im Projekt Ilkerbruch werden Wildrinder- und pferde auf ca. 550.000 m² Weidefläche dafür sorgen, den Bewuchs der Wiesen niedrig zu halten. Diese Vorgehensweise spart Kosten: Anstatt viel Geld für das Abmähen der Grünländereien ausgeben zu müssen, kann man das natürlich erzeugte Öko-Fleisch der Rinder noch gewinnbringend vermarkten.
Für das Vorhaben sind umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich. So prägten im Winter 2006 / 2007 und im folgenden Frühjahr Bagger und Transportfahrzeuge das Bild der Allerniederung. Einbauten zur Einengung und Kanalisierung der Aller sind ebenso erforderlich wie das Ausbaggern neuer Fließgerinne und das Errichten von Furten, Holzstegen und kleinen Brücken für die Durchgängigkeit des Gebietes. Weidezäune müssen gezogen und die vorbereitenden Arbeiten für die Entstehung von Wäldern und Gebüschen vorgenommen werden.
Die Umsetzung des Projektes wird Ende 2007 abgeschlossen sein. Die anschließende Pflege der Allerniederung werden unter der Leitung eines Gebietsbetreuers ortsansässige Landwirte und Gewässerunterhaltungsverbände übernehmen.


Kontakt

Volkswagen AG,
Werk Wolfsburg
38436 Wolfsburg
Deutschland