Das Werk Sarajevo wurde nach dem Krieg im Jahr 1998 wiederaufgebaut und produziert etwa 3.500 Fahrzeuge pro Jahr für den bosnischen Markt. Neben den Volkswagen-Modellen Golf, Polo,Touareg und Passat werden auch verschiedene Modelle der Marken Audi und Skoda sowie Motoranbauteile hergestellt. Seit 1998 ist die Zahl der Mitarbeiter kontinuierlich von 59 auf inzwischen 308 angestiegen.
Umweltschutz und Energie
Die Umweltgesetzgebung von Bosnien-Herzegowina ist seit dem Jahr 2004 komplett überarbeitet und an EU-Standards angepasst. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unternehmen können so anhand fester Rahmenbedingungen planen, unterliegen aber noch keiner amtlichen Überwachung. Ab dem Jahr 2008 wird es für Produktionsstandorte zur Pflicht, ein Umweltschutz-Zertifikat zu beantragen. Im Bereich Arbeitsschutz wurde das Werk Sarajevo bereits zertifiziert.
Zwei Hauptprobleme des Standorts sind der Energieverbrauch und die hohen Energiekosten. Energiesparmaßnahmen sollen sowohl unter Kostengesichtspunkten als auch unter Umweltaspekten Besserung bringen. Hierfür werden Energiepotenzialanalysen durchgeführt. Zur Teilefertigung am Standort gehören vor allem Abgasanlagen, Saugrohre und Zahnkränze. Die bei der mechanischen Bearbeitung dieser Autoteile verwendeten Emulsionen werden vor Ort aufbereitet. Verbrauchte Emulsionen werden extern entsorgt. Der Standort verfügt über eine Trennkanalisation. Das Abwasser wird vorbehandelt und dann der städtischen Kläranlage zugeleitet. Im Bereich der Behälterfertigung errichtet das Werk in naher Zukunft eine neue Behälterlackieranlage. Diese wird den Sicherheitsstandard für die Mitarbeiter weiter verbessern.