Im Werk Kassel arbeitet Volkswagen bereits seit 1958 Altmotoren und Getriebe auf und produziert jährlich 3 Mio. Schalt- und Automatikgetriebe. Die Leichtmetallgetriebegehäuse werden in eigenen Umschmelzanlagen und Druckgussmaschinen hergestellt. Daneben werden Abgasanlagen mit Katalysator, Dieselpartikelfilter sowie Pressteile gefertigt. Mit seinen 13.800 Mitarbeitern versorgt das Werk außerdem die weltweit fahrenden 45 Mio. Konzernfahrzeuge mit 372.700 verschiedenen Originalteilen. Seit 1998 wird der Standort in Hessen regelmäßig nach dem EG-Öko-Audit validiert und engagiert sich seit dem Jahr 2000 als aktives Mitglied der „Hessischen Umweltallianz“.
Wassermanagement Eine Besonderheit des Standorts Kassel ist die autonome Trinkwasserversorgung. Aus 5 bis zu circa 200 Meter tiefen Brunnen wird das Wasser gefördert, gefiltert und für sanitärhygienische und Produktionszwecke bereitgestellt. Die anfallenden Abwässer werden in der werkseigenen Kläranlage physikalisch-chemisch und biologisch gereinigt und in das kleine Gewässer Bauna eingeleitet. Langjährige gewässerökologische Untersuchungen bestätigen den guten Zustand des Baches. Volkswagen arbeitet in Kassel aber trotz der Möglichkeit der unabhängigen Versorgung ressourcensparend. So wird dem Kühlkreislauf Regenwasser zudosiert. Der Bedarf an Wasser für die Kühlung der Maschinen macht bis zu 15 Prozent des Gesamtbedarfs des Werks aus. Hier kommt es zu erheblichen Einsparungen an wertvollem Trinkwasser.
Umweltwochen Alle zwei Jahre veranstaltet das Werk Kassel eine Umweltwoche. Dabei haben sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch Vertreter von Städten und Gemeinden, von Verbänden sowie Umweltbehörden die Gelegenheit, sich ein Bild über die produkt- und fertigungsbezogenen Umweltaktivitäten am Standort zu machen. Hier stellt Volkswagen neben den gängigen Umweltmaßnahmen auch immer wieder neue, umweltschonende Technologien vor. Dazu gehören zum Beispiel eine neue Abwasser-Reinigungsanlage für die Gießerei und Aggregateaufbereitung oder das neue Formhärteverfahren für Karosserieteile. Auf der Umweltwoche werden die Technologien erklärt. Das Formhärteverfahren beispielsweise benötigt in der Herstellung zwar mehr Energie als das herkömmliche Verfahren. Auf den Lebenszyklus eines Autos bezogen, ist der Verbrauch allerdings unter anderem durch das verminderte Gewicht der betreffenden Teile und den damit zusammenhängenden Benzinverbrauch geringer.
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| KontaktVolkswagen AG, Werk Kassel Rupert Zeh Brieffach 4400 34219 Baunatal Deutschland Telefon: +49-561-490-2280 E-mail: rupert.zeh@volkswagen.de |