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Mobilität und Nachhaltigkeit.

Mobilität und Nachhaltigkeit.

Kleiner Kasten, große Leistung.

Kleiner Kasten, große Leistung.

Autobatterien sind stark und anspruchsvoll.
Sie ist nicht größer als ein Schuhkarton, und nur die wenigsten Autofahrer wissen, wie viel sie leistet. Die Rede ist von der Batterie. Jedes Mal, wenn man den Zündschlüssel dreht, liefert sie so viel Strom, dass man damit bequem drei bis vier Dutzend Glühbirnen zum Leuchten bringen könnte. Und das immer und immer wieder – vorausgesetzt, sie wird regelmäßig wieder aufgeladen und ein bisschen gepflegt.

Eine Batterie besteht in der Regel aus mehreren Zellen. Diese sind durch Löt- oder Schweißkontakte miteinander verbunden. Im Inneren einer Zelle befinden sich zwei Elektroden, die über eine Säure, den so genannten Elektrolyten, miteinander in Kontakt stehen. Während eine der beiden Elektroden aus Metall (z.B. Zink) ist und innerhalb des Elektrolyten eine negative Ladung aufbaut, besteht die andere meistens aus Braunstein, Silberoxid oder Nickelhydroxid und sorgt dadurch für eine positive Ladung. Eine Autobatterie, ein so genannter Bleiakkumulator, besitzt als Elektroden engmaschige Bleigitter. Die Gitter der Minus-Elektrode sind mit schwammigem Blei gefüllt, die der Plus-Elektrode mit porösem Bleioxid. Als Elektrolyt kommt verdünnte Schwefelsäure zum Einsatz.

Die Leistung einer Batterie wird in Watt angegeben. Das bezeichnet die Menge an Energie, die der Akku innerhalb einer bestimmten Zeit liefert. Die Energiemenge hängt wiederum vom inneren Widerstand der Batterie ab – je kleiner der Widerstand, umso größer das Leistungspotenzial.

Im Winter mit dem Stromverbrauch haushalten
Je mehr leistungsstarke Verbraucher eingeschaltet sind, desto größer ist die Belastung für die Batterie. Ob Licht, Scheibenwischer, Radio oder Klimaanlage – sie alle verbrauchen zusammen oft mehr Energie, als die Lichtmaschine nachliefern kann. Das gilt vor allem im Winter, wenn viele Verbraucher mit einer hohen Leistungsaufnahme – wie Heckscheibenheizung, Lüftungsgebläse und Nebelscheinwerfer - gleichzeitig in Betrieb sind. Hinzu kommt, dass niedrige Außentemperaturen die chemischen Prozesse in der Batterie erheblich einschränken. So bringt selbst ein voll aufgeladener Akku bei Minusgraden nur knapp 65% seiner eigentlichen Leistung. Ab minus 18° Celsius sind es sogar nur noch etwa 40%. Kein Wunder also, dass, laut ADAC, ausgelaugte Batterien in jedem Winter Ursache Nummer eins bei startunwilligen Fahrzeugen sind.

Pflege und Wartung – Das ist zu beachten

Damit eine Batterie einwandfrei und möglichst lange funktioniert, benötigt sie eine gewisse Pflege. Denn auch wenn die meisten Batterien heute das Prädikat „wartungsfrei" oder „wartungsarm" tragen, gibt es einiges, was dennoch zu beachten ist:

  • Die Säuremenge reicht normalerweise für die gesamte Lebensdauer der Batterie. Dennoch sollte der Stand des Elektrolyts alle zwei Jahre kontrolliert werden. Reicht er nicht bis zur vorgegebenen Markierung, sollte ausschließlich destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Trägt ein defektes Gehäuse Schuld an dem Flüssigkeitsverlust, muss die Batterie umgehend ausgetauscht werden.
  • Schalten Sie vor dem Start alle Verbraucher ab. Denn gerade beim Anlassen leistet die Batterie Schwerstarbeit. Deshalb sollte ein Startzyklus auch nie länger als 10 Sekunden dauern. Springt der Wagen in dieser Zeit nicht an, sollten Sie eine Minute warten, bis Sie den Startvorgang wiederholen.
  • Verweigert die Batterie trotzdem den Dienst, leistet ein Kabel zur Starthilfe wertvolle Dienste. Dies sollte aber nicht dauerhaft benutzt werden.
  • Lässt sich der Wagen generell nicht mehr starten und auch ein Nachladen der Batterie bringt keinen Erfolg, gibt es nur eins: Neukauf.
  • Wenn der Keilriemen quietscht, ist das nicht nur ein Zeichen dafür, dass er zu locker sitzt und durchrutscht. Auch die Lichtmaschine wird in diesem Fall nicht mehr richtig angetrieben und die Batterie demzufolge nicht mehr vollständig nachgeladen.
  • Gehäuse und Anschlüsse sollten regelmäßig mit einem weichen Lappen gesäubert werden. Das beugt Kriechströmen vor und mindert die Selbstentladung. Die Kontakte sollten außerdem zum Schutz vor Korrosion leicht eingefettet werden. Spezielles Polfett gibt es im Fachhandel.
  • Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob die Kabelanschlüsse noch fest sitzen, und ziehen Sie diese gegebenenfalls nach.
  • Für die Lagerung gilt: Bewahren Sie die Batterie immer möglichst vollgeladen auf, damit sich keine Bleisulfatkristalle bilden.
  • Vorsicht beim Ausbau! Klemmen Sie die Kabel nie bei laufendem Motor ab. Lösen Sie immer zuerst den Minuspol und achten Sie sorgfältig darauf, dass kein Kurzschluss entsteht. Der zerstört nicht nur die Batterie, sondern kann sogar dazu führen, dass das Gehäuse bricht und Säure herausspritzt. Tragen Sie aus Sicherheitsgründen deshalb am besten Handschuhe und Schutzbrille.
  • Beim Wiederaufladen sollten nur Ladegeräte mit einem Überladungsschutz verwendet werden. Da während des Ladevorgangs ein explosives Gasgemisch entstehen kann, empfiehlt es sich, den Raum dabei gut zu lüften und auf Rauchen und Feuer zu verzichten.
Alte Batterien sind Sondermüll
Quecksilberoxid-Batterien, wieder aufladbare Nickel-Cadmium-Akkus und Blei-Akkus enthalten nach wie vor als unverzichtbaren Bestandteil Schwermetalle. Blei zählt nach wie vor zu den wichtigsten Bestandteilen der meisten Autobatterien. Allerdings ist Blei ein hochgiftiges Schwermetall, das über die Nahrungskette schnell in den menschlichen Körper gelangen kann und zu schwersten gesundheitlichen Schäden führt. Auch die in den Batteriezellenzellen enthaltene Schwefelsäure schadet sowohl dem Menschen als auch der Umwelt. Für viele Anwendungen gibt es mittlerweile auch Alternativen (z.B. Nickel-Metallhydrid, Zink-Luft).

Alte Batterien, die nicht wieder aufgeladen werden können, gehören nicht in den Hausmüll oder an den Straßenrand, sondern müssen umweltgerecht als Sondermüll entsorgt werden. Viele Länder haben die Rückgabe von Altbatterien inzwischen für den Verbraucher bequem geregelt. Die Vertreiber der Batterien sind verpflichtet, gut erreichbare Sammelstellen einzurichten. Pfandsysteme schaffen mit hohem Erfolg Anreize für eine nahezu lückenlose Rückgabe. Gesammelte Quecksilberoxid-, Nickel-Cadmium- und Blei-Batterien werden anschließend recycelt. Die Einzelteile lassen sich zu über 90% wieder aufbereiten und für die Fertigung neuer Batterien verwenden.